Es scheint ein Luxus geworden zu sein, Zeit zu haben, oder sich Zeit zu nehmen.
Dabei ist das Sich-Zeit-Nehmen, die Genauigkeit alle Aspekte zu betrachten unabdingbar, wenn frau ein Thema überlegen, durch- und überdenken, drehen, wenden, betrachten möchte.

In der feministisch, politischen Herangehensweise darf es kein Mind-Fast-Food und keinen Clubzwang geben. Wir sind die Herrinnen unseres Denkens!

9 Frauen, die sich im Februar 2012 zusammen finden, um das Thema Prostitution zu diskutieren. Die Haltungen sind zu Anfang vielfältig, unterschiedlich, vielleicht unvereinbar- wir lassen uns trotzdem auf ein gemeinsames Projekt ein. Nach einigen Monaten der Auseinandersetzung wird eines klar: Prostitution geht gar nicht - keine der Mit-Diskursfrauen findet für sich mehr eine Möglichkeit, das System-Prostitution zu rechtfertigen. Die Kurve zur Integrität der sich prostituierten Frauen/Männer als selbstbestimmte SexarbeiterInnen geht sich für keine von uns mehr aus. Zu deutlich wird in der genauen Auseinandersetzung der Widerspruch zum Menschenrecht, zu groß die Involviertheit der Prostitution in neoliberale Marktlogik und patriarchales Herrschaftssystem.

Wir gründen den Verein Feministischer Diskurs und starten die Initiative StoppSexkauf